Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie

Bei großen Hunden muss in der Zucht besonders darauf geachtet werden, dass die Tiere für die gefürchtete Hüftgelenk-Dysplasie (HD) weder eine Veranlagung haben, noch eine solche vererben.

Daher haben sich alle Welpenbesitzer vertraglich mit uns verpflichtet, ab dem 15. - 18. Lebensmonat eine HD-Untersuchung (Röntgen) durchführen zu lassen, die an eine zentrale, dafür spezialisierte Auswertungsstelle in Hamburg gesandt wird. Die Ergebnisse erhalten dann der Verband, der Züchter und der Eigentümer.

Leider gibt es auch Hundebesitzer, die sich dieser Verantwortung entziehen und die vertragliche Zusicherung nicht einhalten. Das ist sehr bedauerlich, da eine komplette Anzahl an HD-Untersuchungen für den Verband und die Züchter äußerst wichtig sind, um diese Geißel der Hunde zukünftig weitestgehend ausschalten zu können.

Zuchthündinnen bzw. Deckrüden, von deren Nachkommen entweder viele schlechte HD-Ergebnisse (C-E) vorliegen oder von denen nicht ausreichend viele Ergebnisse eintreffen, werden von der weiteren Zucht ausgeschlossen.

Das ist gut, wenn viel schlechtes Erbmaterial vorhanden ist, aber sehr schade, wenn eben einfach nur keine HD-Untersuchungen von den Besitzern veranlasst werden.

Andererseits könnte der Besitzer selbst durch solch eine Untersuchung rechtzeitig Genaueres über den Gesundheitszustand seines Hundes erfahren und ggf. durch Vorbeugungsmaßnahmen Schlimmeres verhindern.

Im Folgenden ein kleiner Überblick über das, was die Röntgen-Ergebnisse am Ende aussagen.

Wir warnen aber ausdrücklich vor Panik, wenn als Ergebnis ein B1 oder B2 erzielt würde. Das bedeutet nicht etwa, dass der Hund HD hat oder bekommen wird. Die Gefahr, HD zu bekommen, hängt viel mehr davon ab, wie der Hund gehalten wird (zu früh am Fahrrad, zuviel Treppensteigen und Springen im Welpenalter, Übergewicht etc.)

Hunde mit Ergebnissen der Übergangsform (B1 und B2) werden sogar zur Zucht zugelassen. Allerdings achtet der Zuchtwart dann darauf, dass die Verpaarung mit einem Hund erfolgt, der HD-Frei (A1 und A2) ist.


Die HD-Schweregrade:

In der HZD werden die Grade A - E noch in A1 und A2, B1 und B2, C1 und C2D1 und D2 sowie E1 und E2 aufgeteilt; das bedeutet eine kontinuierliche Abstufungsdifferenzierung von A1(völlig frei) bis E2 hochgradig HD

A HD-Frei: (frei)

In jeder Hinsicht unauffällige Gelenke, Norberg-Winkel 105° oder mehr. Manchmal noch A1 wenn der Pfannenrand den Oberschenkelknochen noch weiter umgreift.      25%


B HD-Verdacht (Übergangsform)

Schenkelkopf oder Pfannendach sind leicht ungleichmäßig und der Norberg-Winkel beträgt 105° (oder mehr), oder Norberg-Winkel kleiner als 105° aber gleichförmiger Schenkelkopf und Pfannendach. 33%

C Leichte HD (leichtgradig)

Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind ungleichmäßig, Norberg-Winkel 100° oder kleiner. Eventuell leichte arthrotische Veränderungen. 27%


D Mittlere HD (mittelgradig)

Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind deutlich ungleichmäßig mit Teilverrenkungen. Norberg-Winkel größer 90°. Es kommt zu arthrotischen Veränderungen und/oder Veränderungen des Pfannenrandes. 11%


E Schwere HD (hochgradig)

Auffällige Veränderungen an den Hüftgelenken (beispielsweise Teilverrenkungen), Norberg-Winkel unter 90°, der Pfannenrand ist deutlich abgeflacht. Es kommt zu verschiedenen arthrotischen Veränderungen. 4%

Für weitere Informationen über HD-Untersuchung bzw. die Krankheit, Heilung, Vorbeugung usw. empfehlen wir die folgende Seite von